Tangoetikette oder wie verhalte ich mich auf einer Milonga 

Fragen und Antworten  

1.) Frage: Was versteht man heute unter dem Begriff Tango? 

Antwort: Unter dem Begriff Tango versteht man heute im allgemeinen den Tanz Tango argentino 

2.) Frage: Woher kommt der Begriff Tango argentino? 

Antwort: Der Tango fand im Laufe der Zeit seinen Weg über den Rio de la Plata nach BsAs, wo er sich zum Tango argentino entwickelte. 

3.) Frage: Wie nennt man die Tanzveranstaltung im Tango argentino? 

Antwort: Milonga 

4.) Frage: Nenne 3 Tanzstile im Tango. 

Antwort: Tango, Vals, Milonga 

5.) Frage: Wie nennt man den Vals noch im Tango? 

Antwort: Der Vals Criollo oder Tango-Walzer 

6.) Frage: Nenne 2 Milongastile. 

Antwort: Milonga Lisa und Milonga Traspié 

7.) Frage: Nenne 6 Tangostile. 

Antwort : Estilo Milonguero, Tango Nuevo/Neotango, Tango Orillero,

Tango Líquido, Canyengue, Tango Fantasía 

8.) Frage: Die Tanzrichtung ist immer? 

Antwort: Gegen den Uhrzeigersinn, also links herum. 

9.) In wieviele Bereiche/Bahnen ist die Tanzfläche eingeteilt?

Antwort: In drei Bereiche/Bahnen 

10.) Frage: Welcher Bereich/ Bahn ist für welche Gruppe vorgesehen? 

Antwort: Die äußere Bahn ist für sehr gute Tänzer.

Die mittlere Bahn ist für Tänzer, die Mittelstufenniveau haben.

Der innere Kreis ist für nicht so sichere Tänzer und für die, die ausgefallene Sachen tanzen wollen oder probieren. 

11.) Frage: Wie heißt der männliche Tänzer? 

Antwort: Milonguero 

12.) Frage: Wie heißt die weibliche Tänzerin? 

Antwort: Milonguera 

13.) Was ist eine Tanda? 

Antwort:

Die Tanda ist ein Satz von drei bis fünf Musikstücken, der auf einer Milonga gespielt wird. Üblicherweise werden vier bis fünf Tangos, drei bis vier Valses oder drei Milongas hintereinander gespielt. Zwischen zwei Tandas wird oft eine Pausenmusik (Cortina) von meist etwa 30 Sekunden eingeschoben. 

14.)Was ist eine Cortina? 

Antwort:

Eine Cortina wird auf den Tanzveranstaltungen des Tango argentino als Abgrenzung zwischen zwei Tandas eingesetzt (meist Musik aus dem non-Tango Bereich) 

15.) Wie betrete ich die Tanzfläche? 

Antwort: Warte, bis du Platz hast, reihe dich in der äußeren Spur ein.

Wenn Du noch nicht so fortgeschritten bist, warte bis sich ein Platz links von dir ergibt und wechsle dann die Spur zur mittleren Bahn. Wenn diese Bahn auch noch nicht deinem Niveau entsprich, wechsle in die Mitte, genau so wie du vorher gewechselt hast. 

16.) In welcher Richtung bewegen wir uns? 

Antwort: Immer in Blickrichtung 

17.) In welche Richtung bewegen wir uns nicht? 

Antwort: In die Richtung, in die wir nicht schauen 

18.) Warum bleiben wir in unserer Spur? 

Antwort: Aus Sicherheitsgründen und um einen harmonischen Tanzfluss zu gewährleisten. 

19.) Warum verziert die Frau ausschließlich in die Führung des Mannes hinein? 

Antwort: Der Mann hat die Augen offen um zu navigieren und die Frau hat die Augen geschlossen um sich auf die Körperführung zu konzentrieren. 

20.) Warum wird beim Tanzen nicht geredet? 

Antwort: Die Konzentration sollte auf den Rhythmus der Musik und der/des TanzpartnersIn liegen. 

21.) Warum sind die Rollen im Tango so klar verteilt? 

Antwort: Tango ist Teamarbeit und desto klarer die Rolle, desto hochwertiger kann man zusammenarbeiten. 

22.) Warum betrete ich eine chaotische Tanzfläche nicht? 

Antwort. Weil das Chaos dann auch dich trifft. Der Tanz sollte harmonisch sein. 

23.) Was mache ich, wenn es mit einer Tanzpartner/in einfach nicht funktioniert beim Tanzen? 

Antwort: Höflich und freundlich den Tanz beenden. 

24.) Warum belehre ich meine/n Tanzpartner/in nicht auf der Tanzfläche? 

Antwort: Die Milonga ist zum Tanzen gemacht, für den Unterricht gibt es Tangokurse. 

25.) Was mache ich wenn ich eine Frau auffordere, die auf einer Milonga das Tanzen lernen will? 

Antwort: Die Milonga ist zum Tanzen da, nicht dein Platz um einen kostenlosen persönlicher Tanzlehrer, du störst den ganzen Tanzfluss dadurch. 

26.) Warum sind die Tanzregeln in Deutschland etwas lockerer als in Argentinien? 

Antwort: Auch der Tango ist ein dynamisches Gebilde und entwickelt entsprechend seiner jeweiligen Umgebung. 

27.) Was mache ich wenn ich stark schwitze beim Tanzen? 

Antwort: Wechselhemden mitnehmen und/ oder ein Stofftaschentuch zum Schweiß abwischen.

Der Führende kann auch ein Stofftaschentuch in die Hand legen, die er der Dame anbietet, wenn er stark schwitzt. 

28.) Körperhygiene und was sollte man auf einer Milonga dabeihaben? 

Antwort: Körperhygiene ist selbstverständlich, das heißt frisch geduscht und Haare gewaschen, frische Kleidung. Des weiteren sollte man ein Deo benutzen, Atemerfrischer, gegebenenfalls Wechselhemden und ein Stofftaschentuch oder ein Handtuch dabeihaben. 

29.) Warum überquere ich die Tanzfläche nicht? 

Antwort: Weil wir respektvoll miteinander umgehen und kein Chaos auf der Tanzfläche hinterlassen wollen 

30.) Warum bleibe ich beim Tanzen in meiner Spur? 

Antwort: Damit steuern wir unseren Anteil an einem harmonischen Tanzfluss bei 

31.) Warum verlasse ich zügig die Tanzfläche, wenn der Tanz beendet ist? 

Antwort: Um zu gewährleisten, dass der Tanzfluss nicht blockiert wird. 

32.) Was versteht man unter tanzen im gesicherten Bereich? 

Antwort: Du tanzt in deinen Blickfeld, so dass du z.B. auf der Außenbahn nur Elemente nach außen führst, um keinen Konflikt in der mittleren Bahn entstehen zu lassen. 

33.) Warum führe ich auf einer Milonga nur mir vertraute Elemente? 

Antwort: Eine Milonga ist zum Tanzen nicht zum Üben da. 

34.) Warum tanze ich auf einer Milonga keinen Grundschritt? 

Da dieser im Quadrat geführt wird und damit den Bereich der anderen Bahnen durchquert. Wenn er mit einem Rückwärtsschritt begonnen wird, kann das Paar hinter ihm kontaktiert werden. 

35.) Warum beobachte ich zuerst die tanzenden Milongabesucher, bevor ich selber tanze? 

Antwort: So kann man feststellen, wer sich mit welchem Verhalten auf der Tanzfläche bewegt. 

36.) Wie sage ich nein wenn ich aufgefordert werde? 

Antwort: Die eleganteste Methode ist die Aufforderung durch den Cabeceo.

So vermeidet man bei einem Nein, dass dies in der Öffentlichkeit kommuniziert wird, da der/die Folgende dem Blickkontakt des Führenden ausweicht oder abbricht. 

Wer nicht damit vertraut ist, kann auch gerne mal die Folgende/n höflich auffordern, z.B. „Darf ich um diesen Tanz bitten“ (Alte Schule).

Der/Die Folgende können auch Nein Sagen.

Denkt bitte daran, dass eine Ablehnung immer unangenehm ist und deshalb sehr höfliche und umsichtig formuliert werden sollte. 

Wenn das Timing nicht optimal ist und ein Tanz zu einem anderen Zeitpunkt erwünscht ist kann der/die Folgende dies kommunizieren.

 
 
 
 
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